Letschin

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Der Ort Letschin wurde 1336 erstmals urkundlich erwähnt. Als ursprüngliches Bauerndorf, das mit Frondiensten, Kriegen und Überschwemmungen zu kämpfen hatte, entwickelte sich Letschin zu einer fortschrittlichen Gemeinde. Es siedelten sich Händler und Handwerker an. Johann Gottlieb Koppes führte den Anbau von Zuckerrüben ein und errichtete eine Zuckerfabrik. Somit hatten die Bauern ein stabiles Einkommen, was sich positiv auf den Ort Letschin auswirkte. Es wurden Chausseen gebaut und wichtige Bahnlinien nach Wriezen, Seelow und später auch nach Frankfurt (Oder) und Eberswalde eröffnet.

Letschin erhielt 1863 die Marktgerechtigkeit. Es standen Gaststätten, Hotels und Festsäle zu Verfügung. Der Ort besaß ein gutes Schulsystem, eine Druckerei, eine Kirche mit einem von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Kirchturm und viele andere Bauten des Letschiner Baumeisters C. Schüler.

1905 dankte die Gemeinde dem Alten Fritz mit einem Denkmal der Trockenlegung des Oderbruches. In den Wirren des Krieges verschwand das Standbild vom Alten Fritz. Somit wurde es vor dem Einschmelzen gerettet. Heute hat dieses Denkmal von Hans Weddo von Glümer wieder seinen Platz im Dorfbild gefunden.

Da der Ort in der Hauptkampffrontlinie zur Eroberung von Berlin im Zweiten Weltkrieg lag, wurde er im April 1945 stark zerstört. Wohngebäude, Betriebe und Geschäfte sowie auch das Kirchenschiff fielen den Kampfhandlungen zum Opfer.

aus:WIKIPEDIA

Ein Leuchten in Letschin